
In jeder Branche sind wir umzingelt von Angeboten, Sonderrabatten, Ausverkäufen. Der Kampf um den Preis hat schon längst jenseits der Freizeit- und Modeartikelbranche mit ihren regelmäßigen Schlussverkäufen, jegliche Art von Unternehmen erreicht.
Was wir mit dieser Form der verkaufsfördernden Maßnahmen erleben, liegt bei vielen Unternehmen in einer Spanne zwischen bangen ums Überleben, kostendeckend arbeiten bis hin zum Mittel zur Kundenbindung.
Fakt ist, dass Kundentreue so selbstverständlich mit Sonderkonditionen und Rabatten belohnt wird, dass im Dschungel des Preiskampfes der Kunde wie die Unternehmen zunehmend die Orientierung verlieren.
Denn ein Preis soll etwas über Qualität und Beschaffenheit des Produktes aussagen und damit dem Kunden im Vergleich zu ähnlichen Anbietern helfen, das richtige, dem Bedürfnis entsprechende Produkt zu finden. Dabei existiert ganz automatisch durch Angebot und Nachfrage ein Marktpreis.
Unverbindliche Preisempfehlungen dienen dem Kunden zur besseren Übersicht und Einordnung bei seiner Kaufentscheidung.
„Geiz ist geil“
Unlängst sind Kunden dazu aufgefordert worden ihr Preisgefühl gegenüber eines Produktes zu überdenken und zwar durch die Hersteller und anbietenden Unternehmen selbst. Das hier von der Marketing- Idee heraus auch ein neues Bewusstsein beim Kunden kreiert wird und sich dadurch vor allem kleine- und mittelständige Unternehmen zunehmend schwerer tun mit großen Anbietern mitzuhalten, schafft eine vollkommen neue Verdrängungssituation am Markt.
Die bitteren Erkenntnisse über diese Preis- und Spekulationspolitik liegen noch nicht allzu lang zurück. Genauer gesagt befinden wir uns noch immer in den Ausläufern des leichtfertigen Umganges mit dem globalen Wirtschaftskapital. Sicherlich spielten die Ursachen der vorangegangenen Wirtschaftskrise in ganz anderen Ligen, trotzdem zieht diese Praxis im Kampf um Methodik, Verkauf und Kunden ihre Kreise. Spätestens seit dem Untergang vieler Großbanken in den USA, die nach jahrzehntelangem Bestehen von heute auf morgen von der Bildfläche verschwunden sind, wissen wir, dass es jeden treffen kann.
Richtig kalkulieren schafft Transparenz
Sonderkonditionen, Rabatte, Räumungs- und Schlussverkäufe sind trotzallem wichtige Mittel um Kunden zu binden und Freiräume für die Unternehmen zu schaffen neue Produkte zu platzieren. Denn so kann auf Dauer eine attraktive Marktpositionierung geschaffen werden und dient der Weiterentwicklung innerhalb eines Unternehmens. Nicht zuletzt profitieren natürlich auch die Kunden von dieser Wirtschaftlichkeit. Unternehmen die ihre Preise sorgfältig kalkulieren und strategische Maßnahmen in ihr Angebot einfließen lassen, können gegenüber ihren Kunden transparenter auftreten ohne das die Qualität des Produktes leidet.
Service als Mehrwert
Viele Anbieter schreien nach den Thema Service. Dabei ist für den Kunden gerade der Faktor Dienstleistung als Produkt viel schwerer greifbar und im Vergleich zu Konkurrenzprodukten in ihrer Abgrenzung nur ungenau definiert. Letztlich entscheidet der Käufer nach seinem Gefühl und seiner Erfahrung. Jeder Käufer hat unterschiedliche Ansprüche und Auffassungen von einem guten Service, abhängig von seinem Bedarf. Im Service geht es vordergründig um Vertrauen und Nachhaltigkeit. Kundenorientiertes Denken ist das oberste Prinzip um der Preisfalle zu entgehen.
Denn entgegen der Annahme das Preiskarussell drehe sich stetig nach unten, legen Kunden mehr Wert auf individuelle Betreuung, Zuverlässigkeit und Qualität. Unternehmen die Service als ihre Leidenschaft betrachten und diese authentisch gegenüber den Kunden leben, profitieren nachhaltig von einer hohen Kundenzufriedenheit.
Im Trend liegen also wie schon immer am Markt bewährt, die Begeisterung für das eigene Produkt und das Ziel diese dem Kunden richtig zu vermitteln. Wer Lust auf Service hat und die Herausforderung annimmt die Kundensicht einzunehmen, löst Emotionen beim Käufer aus, die mit einer langfristigen Partnerschaft in einem Geben und Nehmen Verhältnis belohnt wird. Und ganz ehrlich, wer redet da dann noch über den Preis.
UNSER TIP:
Prozessoptimierung innerhalb einer Unternehmensstrategie hilft firmeninterne Abläufe zu verschlanken und zu stabilisieren. Die Konzentration auf Kernkompetenzen spart nicht nur Geld, sondern bedingt nachhaltig den Erfolg, seine Produkte am Markt effektiver und gezielter positionieren zu können.