Samstag 19. Mai 2012, 03:48
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Flash ist Pflicht!

OFFLINE .eg – Ägypten`s Alleingang

DATEF Magazine

Seit Donnerstagabend gilt die Totalabschaltung. Die Regierung Ägyptens hat alle Verbindungen zum Internet unterbrochen – und zwar flächendeckend. Ägypten existiert im Cyberspace einfach nicht mehr. Immer wieder gab es in den vorangegangenen Tagen Meldungen über Störungen und Blockaden von Social Media Plattformen, wie Facebook und Twitter, auch funktionierten regional die Funknetze für Mobiltelefone nicht mehr.

Doch mit so einer allumfassenden Maßnahme hat wohl keiner gerechnet. Damit ist die Abschaltung Ägyptens vom Datennetz einmalig in der Geschichte des Internets. In der Nacht zum Freitag wurden zeitgleich alle BGP-Routen vom Ausland getrennt. Das Border Gateway Protokoll verbindet die einzelnen Provider untereinander und arbeitet länderübergreifend. Es beinhaltet Informationen zur Datenweiterleitung. Im aktuellen Fall wurden diese einfach gelöscht. Selbst die Abwicklung des Datenverkehrs über ausländische Proxy-Server ist nicht mehr möglich.

Erster Fall von „Selbsthackens“

Die Aktivistengruppe Anonymous hatte gedroht, die Webseiten der Regierung zu blockieren. Mit dem Netz- Selbstabschuss des Regimes Mubarak ist das nun nicht mehr nötig. Mittlerweile wird versucht über Amateurfunker, Piratenradios und Kurzwellensender wieder eine Kommunikation aufzubauen. Überraschend ist allerdings, dass die Provider so selbstverständlich auf politische Befehle reagiert haben und somit die Abschaltung quasi reibungslos verlaufen ist.

Besonders betroffen von der Situation ist im Moment auch der Welthandballverband IHF. Die aktuellen Ergebnisse, Live-Streams und Mitteilungen über die Handball-WM sind nicht mehr zugänglich, da die Internet Präsenz über einen ägyptischen Server läuft.Man versucht nun über den veranstalter die Ergebnisse weitestgehend zu kommunizieren.

Aber, wenigstens eine Priorität wurde gesetzt: Die ägyptische Börse ist weiter online.


DATEF`s NET NEWs

Open Leaks ist gestartet

Während die Welt noch in den Nachwehen über die WikiLeaks Debatte liegt, ging fast unbemerkt das Portal Open-Leaks online. Mitbegründet wurde dies von dem WikiLeaks Aussteiger Daniel-Domscheit-Berg. In dem Portal soll auch Geheimmaterial veröffentlicht werden, allerdings soll die Einreichung von Informationen und die Veröffentlichung getrennt werden.


Kinect ist der Kassenschlager und liegt noch vor dem IPAD

Die Xbox Erweiterung von Microsoft verkaufte sich 8 Millionen Mal in knapp 2 Monaten. Als Apple das IPAD präsentierte brauchte es ganze 3 Monate bis 3 Millionen Tablets verkauft waren.

Die wenigsten lesen Datenschutzbestimmungen

Wenn es um Privacy geht und über die negativen Konsequenzen berichtet wird, werden viele hellhörig. Meinungen gehen auseinander, es wird diskutiert. In der realen Welt allerdings, lesen 95 % keine Privacy Bestimmungen. Man scrollt sich stattdessen zum „Ich stimme zu“ Button durch. Das liegt unter anderem daran, das diese zu lang sind. Im Schnitt würde man in etwa 10 Minuten lesen. Unter den Top 1000 Websites sogar bis zu 45 Minuten.

Meist wird es sicher keine Konsequenzen haben, allerdings reicht das Ranking der Angaben, die man mit „I Agree“ bestätigt von der Informationsweitergabe an Dritte bis hin zur Zustimmung des Verkaufs der Daten an sich. Solange es also noch keine Regelung für Kurzformtexte mit Zeichenbegrenzung gibt, sollte man sich die Zeit durchaus nehmen.