
Der Widerstand in Ägypten wächst und wir sind live dabei. Immer und überall. Das Web verfolgt was wann wo passiert, teilweise sogar in Echtzeit. Eine Mobilisierung von Informationsflut(en), die für den Zuschauer nicht immer leicht auseinanderzuhalten ist. Denn das Web ist ein ideales Propagandawerkzeug. Ob YouTube oder Social Media, die Flut an Bildern und Informationen wird bunt gemischt. Videos die von Handy-Cams aufgenommen werden, bilden einen ebenso großen Informationspool wie professionell geschossene Bilder.
Doch der Schein trügt, glaubt man das die Jedermann-Berichterstattung keine Tücken im System hat. Denn auch wenn sie Authentizität versprechen - wer diese Videos für welchen Zweck nutzt, können die Privatfilmer oft nicht beeinflussen.
Wir sind die Propaganda
Der letzte spektakuläre Fall von privater Berichterstattung war sicher das Drama auf der Loveparade 2010 in Duisburg. Millionen von Menschen waren quasi mittendrin, als die schockierenden Bilder der per Handy gefilmten Katastrophe auf allen Kanälen gezeigt wurden.
Die Spekulationen jedoch, die Schuldfrage konnten auch sie nicht klären. So liefern die Plattformen sicher eins – schnelle und ungeschnittene Informationen, aber eben auch subjektive Berichterstattung, die im Ernstfall die Medienmacher für ihre Zwecke auslegen.
Sicher, der Druck auf die Medien wächst. Was früher undenkbar war zu zeigen, Informationen die bewusst gefiltert wurden, zeigen heute unverhohlene Wahrheiten.
Fakt ist, es wird uns überlassen sein, wie wir diese interpretieren und auf welcher Seite wir stehen. Und diese Freiheit macht es uns einfach hinzusehen, sich zu empören, aber sie macht es auch schwer sich zu distanzieren und überlegt zu (be)urteilen.

340 Sextillionen neue Adressen
4,3 Milliarden Adressen standen bisher dem Internet zur Verfügung. Am Donnerstag wurden die letzten freien IP Adressen verteilt. Damit ist der seit 1980 gültige Standard IPv4 aufgebraucht.
Doch dies ist kein Grund zur Panik. Jetzt kommt IPv6. Die Adressen sind im Vergleich zum IPv4 128 Bit lang und ermöglichen somit eine mögliche Anzahl von 340 Sextillionen Adressen. Damit kann sichergestellt werden, dass jedem PC, jedem Handy oder internetfähigem Gerät eine IP lebenslang zugewiesen werden kann.
Die Umstellung wird aber noch etwas dauern, vor allem für Privatanwender. Die gängigen Betriebssysteme wie Windows Vista & 7 sowie Linux und Mac sind bereits in der Lage mit dem Internet- Protokoll umzugehen.