Gerade innerhalb nichtstrategischer Beschaffungsprozesse liegen die Kapazitäten um kräftig zu sparen. In Zeiten wo alle den Gürtel enger schnallen, liegen auch Chancen, die Krise für eine Neuorientierung zu nutzen. Effizienz und optimierte Abläufe und Prozesse sind gefragt, um Kosten einzusparen und eine höhere Produktivität zu erreichen.
Denn wer sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann und keine Zeit mit Prozessen verliert, die den Verwaltungsapparat strapazieren, hat mehr Ressourcen für die eigene Weiterentwicklung.
In einer 2008 geführten Umfrage gaben ein Großteil der Befragten an, dass eine sinnvolle Auslagerung von Prozessen zu einer Auflösung von Investitionsstaus geführt hatte. Hier wurden vor allem Prozesse wie Bestellvorgänge, Zahlungsabwicklungen, Materialien und EDV – Anwendungen ausgelagert.
Wer mit Wem
Die Wahl des richtigen Partners ist der entscheidende Faktor um erfolgreich auszulagern. Dabei ist der Dialog zwischen dem Dienstleister und dem Kunden wichtig. Gerade wenn Probleme auftreten, zeigt sich wie stark die Geschäftsbeziehung wirklich ist. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl darauf achten, dass Sie einen Partner mit langjähriger Erfahrung wählen, welcher eine eigene finanzielle Beständigkeit und Organisation nachweisen kann.
Der Dienstleister sollte außerdem über eine innovative Unternehmensphilosophie verfügen und technisch auf dem neuesten Stand sein.
Outsourcing = Personalabbau?
Outsourcing bedeutet nicht wie allgemein angenommen wird, Mitarbeiter zu entlassen. Im Gegenteil, es ermöglicht die Ressourcen in die Weiterentwicklung des Unternehmens zu investieren und die Förderung der Fachkompetenzen des Personals auszubauen. So können Mitarbeiter viel effizienter in strategischen Bereichen und Funktionen eingesetzt werden, die wiederum das Unternehmen stärken.
Ihr Dienstleister sollte Sie auf jeden Fall bei diesem Prozess unterstützen und die betroffenen Mitarbeiter in den Outsourcing – Prozess einbinden.
Fehler & Fallen
Sollen Teile eines Unternehmens ausgelagert werden ist eine sorgfältige Planung unabdingbar. So sollten die auszulagernden Prozesse zunächst genau kalkuliert werden und festgelegt werden welche Kompetenzen das Unternehmen behalten möchte und welche wirklich abgegeben werden können. So vermeidet man, dass in die falsche Richtung ausgelagert wird und erfährt wie viel Kostenersparnis die Auslagerung auf Dauer dem Unternehmen bringt. Verträge sollten daher flexibel gestaltet werden, so dass auf Marktveränderungen reagiert werden kann.
Unser Tip
Eine TCO Kostenanalyse kann Ihnen vor einer Auslagerung zBsp. im EDV Bereich Aufschluss über versteckte Kosten geben. So zeigen Erfahrungswerte, dass ein EDV Arbeitsplatz das Unternehmen im Jahr bis zu 3000 € kostet. Die Kalkulation stellt effektive + versteckte Kosten dem jeweiligen Servicemodell des Dienstleisters gegenüber und zeigt die Spanne der Einsparungen.
So können Sie im Vorfeld schon Ihr Vorhaben prüfen und kalkulieren.