Montag 20. Mai 2013, 15:04
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Flash ist Pflicht!

Auf der Suche nach dem besten Schnäppchen

DATEF Magazine

Der Online Handel boomt. 67 % aller Internet User haben schon einmal über einen Online Shop gekauft. Das weitreichende Angebot ist dabei nur ein Kriterium, warum sich immer mehr User für den elektronischen Handel entscheiden. Vergleichsportale im Internet sind dabei dem Nutzer behilflich den möglichst besten Preis für das gewünschte Produkt zu finden.

Mit wenigen Klicks zum besten Schnäppchen. Doch schaut man hinter die Funktionalität dieser Portale wird schnell klar, dass die meisten ein erhebliches Defizit in ihren Suchkriterien aufweisen. Häufig wird gar nicht das günstigste Angebot gefunden. Aufschläge für Versand oder den Aufpreis für bestimmte Zahlungsbedingungen sind meist nicht inbegriffen. Da entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen dann schnell als Preisfalle.

Auswertung bezieht nicht alle Händler mit ein

Die Betreiber von guenstiger.de werten zBsp. alle Online Shops im deutschsprachigen Raum nach bestimmten Qualitätskriterien aus. Dabei werden auch lokal ansässige Fachhändler mit einbezogen. Dennoch könne man den günstigsten Preis nicht garantieren, nach Aussage von Geschäftsführer Lorenz Petersen.

Bei vielen Shops gibt es keine einheitlichen Suchsysteme und keine festen Richtlinien welche Händler und welche Daten aufgeführt sein müssen. Auch bei der Seriosität kann keine Sicherheit gewährt werden, da die Preissuchmaschinen lediglich die gesuchten Produkte vergleichen. So können gerade bei unbekannten Händlern, Zahlungsbedingungen wie Vorauskasse zu Betrugszwecken genutzt werden. Die rechtliche Ansprüche werden dabei von den Vergleichsportalen nicht übernommen, da der Kunde mit dem jeweiligen Händler einen Vertrag schließt und nicht mit dem Portal über das das jeweilige Produkt gefunden wurde.

Preisfalle Versandkosten

Gerade bei kleineren Händlern findet man häufig zwar einen günstigeren Preis im Vergleich zu bekannten Anbietern, die Kennzeichnung von Versand- oder Lieferspesen ist dabei aber extrem undurchsichtig und wird in einigen Fällen auch genutzt, um einen konkurrenzfähigen Preis überhaupt anbieten zu können.

Denn große Lieferanten haben ganz andere Rabatte und Konditionen bei den Herstellern als kleinere Shops. So drehen meist die kleineren und unbekannten Shops im ersten Moment kräftig an der Preisspirale, setzten aber ihre Spesen über Zusatzkosten ab, die nicht auf den ersten Blick eindeutig zu erkennen sind. Auch die Ausschreibung des Preises ohne Mehrwertsteuer ist ein beliebter Trick um ahnungslose Kunden über den wahren Warenwert hinwegzutäuschen.

Kundenbewertungen im Visier – Manipulationen meist unbegrenzt möglich

Viele Portale bieten darüber hinaus die Möglichkeit an, eine Bewertung über ein bereits gekauftes Produkt abzugeben. Das ist nur insofern sinnvoll, wenn die Bewertung tatsächlich vom Endanwender oder Käufer eingestellt wurde. Viele Anbieter fälschen diese Bewertungen und stellen extrem positive Rezensionen online. Deshalb ist zu empfehlen, sich bei den Bewertungen einen Gesamtüberblick zu machen und nicht nur ein oder zwei vermeintlich gute Bewertungen zu lesen.

Ist der beste Anbieter trotz aller Fallstricke gefunden, sollte der Käufer nicht sofort zuschlagen. Die Fragen nach dem Widerrufrecht und Sitz des Anbieters sollte vor einem Kauf sorgfältig geprüft werden.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher nicht nur die Produkte sondern auch die Portale selbst zu vergleichen. Fest steht allerdings, dass es beim Preise vergleichen etwas Zeit und Geduld erfordert und nicht das erstbeste Angebot das günstigste Schnäppchen sein muss.