Montag 20. Mai 2013, 01:54
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Flash ist Pflicht!

Ärger Im Gepäck

DATEF Magazine

Sommerzeit ist Ferienzeit. Schon lange geht es nicht mehr nur darum Badehose & Co einzupacken, mittlerweile dürfen Laptop, Smartphone, MP3 Player und digitale Fotokamera nicht mehr fehlen. Je mehr Elektronik man mit sich herum trägt, um so mehr stellt sich auch die Frage nach der Datensicherheit bzw. der erhöhten Datenunsicherheit.

Unbegrenzte Möglichkeiten der Datenkontrolle

Wer zBsp. in die USA verreisen will, muss sich zwangsläufig den scharfen Kontrollen der US Behörden unterziehen, egal ob es einen Verdachtsfall gibt oder nicht. Dazu gehören auch die Kontrollen von Festplatten und Daten auf mitgeführter Elektronik.
Auch wenn jeder den Ursprung dieser Vorgehensweise kennt und diese Schutzmaßnahmen im weitläufigsten Sinne natürlich unser aller Sicherheit vor terroristischen Anschlägen dienen sollen, ist und bleibt es eine Grauzone.

So kritisieren Interessenverbände in aller Welt, darunter auch der Berliner Bundesverband für Informationswirtschaft, die gängig angewandte Praxis.
Die von der Bush- Ära erlassenen Kontrollregeln setzen nämlich das in der amerikanischen Verfassung verankerte Recht auf Schutz für jegliche Privatsphäre und unerlaubter Durchsuchung außer Kraft.

Im schlimmsten Fall können also ganze Festplatten von den Behörden zur weiteren Ermittlung und Sicherung kopiert werden oder das IT Equipment wird gleich ganz beschlagnahmt.

Risiko Verdachtsmoment

Trotz des „Yes, we can“ unter Obama hat sich an dem überspitzten Kontrollwahn nicht sehr viel geändert. Wen die Stichprobe trifft, bei dem ist Frust und Ärger vorprogrammiert. Außerdem erlauben diese Verdachtsmomente die Einreise zu verweigern, so dass man dann schnell ohne Strandfotos wieder im nächsten Flieger sitzt.

Doch auch in anderen Teilen der Welt kann es Ärger geben.
Wer Verschlüsselungsprogramme für seine Daten nutzt, die in den jeweiligen Ländern als illegal eingestuft werden, kann vor Ort gezwungen werden Daten offen zu legen. Kommt der Benutzer dieser Aufforderung nicht nach, drohen ihm bis zu 2 Jahre Haft oder erhebliche Geldstrafen. Hierzu zählen unter anderem Russland und China, sowie Großbritannien.

Sorgfältige Planung bietet den größten Schutz

Die Bestimmungen sind leider oftmals sehr ungenau formuliert und können im Zweifelsfall praktisch auf jede Situation und damit auf Jeden zutreffen und angewandt werden. Wer sich also im Urlaub erholen will, sollte sich vorher genau informieren welche rechtlichen Bestimmungen in seinem Zielland gelten und sich genau überlegen welche Daten es wirklich braucht und lohnt mitzunehmen.